Mit der Neugestaltung der Turmstraße und der Zehentgasse werden die Stadträume zwischen Sülmerstraße und dem Platz am Bollwerksturm umfassend weiterentwickelt. Ziel ist es, die Bereiche städtebaulich und freiräumlich an heutige und zukünftige Nutzungsanforderungen anzupassen und zugleich klimaresilient zu gestalten.
Im Mittelpunkt steht die Verbindung einer intensiven Begrünung mit klar reduzierten, funktional durchdachten Flächen zu vielfältigen, hochwertigen und teilweise autofreien Stadträumen. Als gestalterisches Leitmotiv verbindet das „lila Band“ beide Bereiche, stiftet Identität und schafft eine zusammenhängende Raumfolge mit unterschiedlichen Charakteren – eine „einheitliche Vielfalt“.
Die Turmstraße wird als lebendige Aktivitätszone ausgebildet. Sie bietet direkte und schnelle Wege entlang von Einzelhandel und neuer Gastronomie sowie dynamische Aufenthaltsräume, die sich seitlich der Hauptbewegungsachsen entfalten. Extensiv begrünte Flächen sorgen für ein angenehmes Mikroklima und schaffen Abstand zur umgebenden Bebauung, während multifunktional nutzbare Flächen flexible Nutzungen ermöglichen.
Die Zehentgasse hingegen entwickelt sich als überwiegend autofreier, schattiger Rückzugsraum mit quartierstypischem Charakter. Als „Quartiersgarten“ stärkt sie die Innenstadt als Wohnort und zeichnet sich durch einen hohen Anteil entsiegelter Flächen aus. Entlang des verbindenden Bandes ergänzen Angebote wie Trinkbrunnen, Wasserzerstäuber, Beleuchtung und Sitzgelegenheiten die Aufenthaltsqualität und unterstützen eine alltagstaugliche Nutzung.