Mit dem geplanten Neubau einer zweizügigen Grundschule mit Ganztagesbereich stellt die Stadt Wertheim wichtige Weichen für die Weiterentwicklung ihres Bildungsstandorts. In unmittelbarer Nähe zum Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium soll anstelle des bisherigen Standorts an der Alten Steige eine zukunftsfähige Schule entstehen, die zeitgemäße pädagogische Konzepte räumlich unterstützt.
In einem intensiven Beteiligungsprozess mit Interviews und drei Workshops wurde unter Mitwirkung von allen relevanten Akteuren ein räumlich-pädagogisches Konzept erarbeitet.
Der Neubau soll den veränderten Anforderungen an Schule gerecht werden – von Differenzierung und individuellem, erfahrungsorientiertem Lernen über Ganztagsbetreuung und Inklusion bis hin zu Kommunikation, Beratung und der Einbindung externer Partner. Damit verbunden sind neue qualitative Ansprüche an Lernräume, die über klassische Klassen- und Fachräume hinausgehen und Modelle wie „Klassenraum plus“ oder Clusterstrukturen einbeziehen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Planungsprozesses lag auf der Neuorganisation der Mensasituation: Da die bestehende Mensa im Gymnasium in der aktuellen räumlichen Konstellation nicht zukunftsfähig ist, wurden sowohl eine gemeinsame als auch eine getrennte Lösung für beide Schulen untersucht.
Ergänzend werden die Außenräume, die Erschließung, die verkehrliche Anbindung sowie Aspekte wie Barrierefreiheit und Parkierung betrachtet. Die räumliche Nähe zum Gymnasium bietet dabei die Chance, eine Campusstruktur mit Mehrwert für beide Schulen zu entwickeln.