Die Studie entwickelt zwei konzeptionelle Szenarien, die sich im Verlauf eines intensiven Planungsprozesses aus einer Vielzahl von Varianten herausgebildet haben. Sie unterscheiden sich deutlich in ihrer städtebaulichen Herangehensweise, teilen jedoch zentrale Leitgedanken. Als vergleichende Szenarien dienen sie nicht der Festlegung eines Entwurfs, sondern als fundierte Grundlage für die weitere Diskussion und die nächsten Planungsschritte.
Beide Konzepte verstehen den Schulcampus als urbanes, zugleich grünes Quartier mit einer klaren Mitte und starkem Bezug zum angrenzenden Park. Eine differenzierte Freiraumstruktur schafft dabei eine abgestufte Öffentlichkeit – von den einzelnen Schulbereichen über gemeinschaftlich genutzte Verbundräume bis hin zu offenen Stadträumen. Aufgrund der bestehenden Wohnbebauung im Osten öffnet sich das Areal gezielt nach Norden zum Luitpoldhügel und Scheidplatz, nach Westen zum Park und nach Süden zur Karl-Theodor-Straße.
Die Nutzungsverteilung folgt in beiden Ansätzen einem gemeinsamen Prinzip: Die schulischen Eigennutzungen sind jeweils eigenständigen Gebäuden zugeordnet, während gemeinschaftliche Funktionen in einem zentralen Campushaus gebündelt werden, das zugleich als Schnittstelle zur Öffentlichkeit fungiert. In die städtebauliche Struktur sind zudem die unterirdischen U-Bahn-Trassen sowie die von Norden einwirkenden Kaltluftströme integriert.
Im Sinne einer doppelten Innenentwicklung verfolgen beide Konzepte das Ziel, zusätzliche Baumasse zu schaffen und gleichzeitig den Grünanteil zu erhöhen. Unterschiedlich beantwortet wird dabei die zentrale Frage nach dem Verhältnis von Bebauung und Park: der Bildungscampus IM oder ALS Park?