Das ehemalige Schlachthofareal in Pforzheim wird zu einem gemischten, produktiven Stadtquartier mit genossenschaftlichem Wohnen, Gewerbe, Kunst und Kultur weiterentwickelt. Der Freiraum übernimmt dabei eine zentrale Rolle als Ort der Begegnung, Aneignung und urbanen Vielfalt.
Das Konzept knüpft an die bestehenden Qualitäten des Ortes an – an die offene Struktur, die robuste Bausubstanz und die spontan gewachsene Vegetation. Statt eines vollständig durchgestalteten Parks entsteht eine Abfolge unterschiedlich geprägter Plätze mit flexibler Möblierung und „wilder“, zugleich kuratierter Begrünung, die vielfältige Nutzungen ermöglicht und zur aktiven Mitgestaltung einlädt.
Eine gestufte Platzfolge führt vom öffentlichen Quartiersplatz in das Areal hinein und organisiert den Übergang zu halböffentlichen und privaten Bereichen. Aktivitätszonen, ruhige Aufenthaltsorte, Spielflächen und gemeinschaftliche Gärten bilden ein fein abgestimmtes räumliches Gefüge.
Grüne Architektur mit hochstämmigen Bäumen, Fassadenbegrünung und baubotanischen Elementen prägt das Quartier ebenso wie eine blau-grüne Infrastruktur, die Regen- und Grauwasser für Bewässerung und Kühlung nutzt.
Die Entwicklung ist prozesshaft und flexibel angelegt: Umfang und Lage von Gewerbe- und Atelierräumen sowie der Umgang mit bestehenden Gebäuden bleiben anpassbar. So entsteht ein wandelbares Quartier, das langfristig unterschiedliche Nutzungen und Veränderungen aufnehmen kann.